Am Samstag, dem 4. April, durften drei Atemschutzträger unserer Wehr an einem WGA-Training (Wärmegewöhnungsanlage) teilnehmen. Dieses Training wird regelmäßig vom Verein Ready4fire veranstaltet. Nachdem alles eingepackt war, konnte die Truppe gegen 6:30 Uhr die Reise nach Amstetten antreten.
Pünktlich um 9 Uhr begann das Training mit einem interessanten Theorieteil. In dieser Einheit wurden die Grundlagen des Brandverlaufs, verschiedene Techniken und Taktiken wiederholt sowie neue Inhalte vermittelt.

Im Anschluss an die Theoriestunde wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt, und für unsere Florianis ging es gleich heiß her. Nach abgeschlossener Sicherheitsunterweisung ging es direkt zum ersten Mal in die Wärmegewöhnungsanlage. In diesem Durchgang wurde ein Feststoffbrand mit Pressspanplatten simuliert. Dabei konnten der Brandverlauf, die verschiedenen Rauchschichten sowie das Verhalten des Brandes bei wenig und bei ausreichendem Sauerstoff beobachtet werden. Die schwankenden Temperaturen bekam man hautnah zu spüren.




Anschließend wurde das richtige Ablegen der kontaminierten persönlichen Schutzausrüstung beübt, bevor es zur Nachbesprechung ging.


Nach dem Gruppenwechsel stand Strahlrohrtraining auf dem Programm. Hier wurden verschiedene Techniken und Taktiken vorgezeigt und praktisch geübt.

In der Abschlussstation des Trainings ging es zum zweiten Mal in die Wärmegewöhnungsanlage. Zunächst mussten unsere Kameraden in einer verrauchten Wohnung ohne Hilfsmittel (zb. Helmlampe oder eine Wärmebildkamera) eine Menschenrettung durchführen, bei der beide Übungspuppen rasch gefunden wurden. Der krönende Abschluss war das Vorgehen in den „Brandraum“ mit realem Feuer. Hier konnten alle erlernten Techniken und Taktiken aus der Theorie in die Praxis umgesetzt werden.
Nach Abschluss des Trainings begann erneut die Einsatzhygiene: korrektes Ablegen der PSA, das Verpacken der kontaminierten Ausrüstung in Säcke sowie die anschließende Körperpflege.
Gegen 14:30 Uhr machten sich unsere drei Kameraden wieder auf den Heimweg. Im Feuerwehrhaus angekommen, begannen sofort die Reinigungsarbeiten an der Bekleidung und den Atemschutzgeräten.

