Personensuche auf der Donau

Datum: 18. Juni 2021 um 19:13
Alarmierungsart: BlaulichtSMS, Pager, Sirene
Einsatzart: Technischer Einsatz
Einsatzort: Stopfenreuth
Mannschaftsstärke: 4
Fahrzeuge: ELF
Weitere Kräfte: Berufsfeuerwehr Wien, FF Engelhartstetten, FF Hainburg, FF Haslau an der Donau, FF Loimersdorf, FF Marchegg, FF Stopfenreuth, FF Wildungsmauer, Polizei, Rotes Kreuz


Einsatzbericht:

Am 18. Juni um 19:13 Uhr heulten in Matzen die Feuerwehrsirenen. Diesmal war aber kein Brand oder technischer Einsatz im Einsatzgebiet der Feuerwehr Matzen der Grund, sondern das “Drohnen-Team“ mitsamt Einsatzleitungsfahrzeug (ELF)  musste zur Unterstützung im Bezirk Gänserndorf ausrücken.

Dies war der erster Drohneneinsatz für die Kameraden der FF Matzen. Für diesen Fall war bereits monatelang geübt und vorbereitet worden. Nunmehr konnten sich diese Vorbereitungen im Ernstfall beweisen.

Als Ausgangslage hat sich folgendes Szenario ergeben: Seitens der Bezirksalarmzentrale wurde um 19:13 Uhr die Menschenrettung einer vermissten Person, die sich zuletzt in der Donau im Bereich Stopfenreuth befunden hatte, alarmiert. Alle betroffenen Feuerwehren samt Feuerwehrbooten, Taucheinheiten und auch ein Hubschrauber befanden sich bereits im Einsatz an der Unglücksstelle. Vom Einsatzleiter in Stopfenreuth wurde deshalb zusätzlich Unterstützung durch das Drohnen Team angefordert.

Um 19:15 Uhr startete das Drohnen Team bestehend aus vier Mann (Gruppenkommandant, Maschinist, Drohnenpilot und Co-Pilot) im ELF nach Stopfenreuth.

Noch während der ca. 30-minütigen Anfahrt nach Stopfenreuth wurde von den Kameraden die EDV-Infrastruktur des ELF in Betrieb genommen, die erforderlichen Verbindungen hergestellt und natürlich auch die Drohne für ihren Einsatz überprüft und vorbereitet.

Da sich das Einsatzgebiet der Drohne in direkter Nähe des Flughafen Schwechats befindet, war es diesmal besonders wichtig, in Kontakt mit der zuständigen Austro Control Flugsicherung zu treten und die erforderliche Fluggenehmigung einzuholen. Dies wurde ebenfalls noch während der Anfahrt durchgeführt.

In Stopfenreuth angekommen, wurde durch einen Lotsen der genaue Standort und die Einsatzadresse zugewiesen. Unverzüglich wurde ein Start- und Landeplatz eingerichtet. Mittels eingebauter Kamera und Wärmebildkamera wurde versucht die Person zu finden.

Seitens der Drohne wurden das linke Donauufer ca. 500 Meter stromaufwärs und ca. 700 Meter stromabwärts beflogen. Leider konnte von der vermissten Person kein Lebenszeichen gefunden werden.

Um 20:30 Uhr wurde der Einsatz ergebnislos beendet.

Nach einer kurzen Nachbesprechung und der Verständigung der Austro Control Flugsicherung wurde die Abfahrt nach Hause angetreten.

Gegen 22:00 Uhr ist das ELF samt Drohnen Team wieder in Matzen eingerückt.