20. April 2013

Schweres Busunglück in Matzenreturn

Großschadensübung mit 6 beteiligten Fahrzeugen und 45 Verletzten

Samstag, den 20. April zwischen Matzen und Gänserndorf kurz vor 14 Uhr.

Ein Autobus, in dem sich zirka 35 Personen befanden, kollidierte im Kreuzungsbereich der L3159 und einem Feldweg mit einem PKW und kam auf der Seite zu liegen. Durch ein Ausweichmanöver überschlug sich hinter dem Autobus ein PKW und landete Dachseitig in einem ausgetrockneten Bachbett. Auf der Gegenfahrbahn kam es durch eine Notbremsung zu einem Auffahrunfall zweier Fahrzeuge. Ein mit 2 Personen besetztes Fahrzeug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in den Vordermann. Der Lenker eines nachkommenden Motorfahrrades ist durch den Anprall erschrocken und schleuderte in Folge gegen einen Begrenzungspfeiler.
Durch eine leichtverletzte Unfallbeteiligte wurde der Notruf 122 verständigt.
Um 14:53 erfolgte die Alarmierung der Feuerwehren Matzen, Raggendorf, Schönkirchen-Reyersdorf, Spannberg und Angern an der March durch die Feuerwehrleitstelle in Mistelbach zu einem Autobusunfall. Kurz nach dem Alarm rückten 19 Kameraden der Feuerwehr Matzen mit 3 Fahrzeugen zur Unfallstelle aus. Der Einsatzleiter BM Rennthaler Roman erkundete die Einsatzstelle und beauftragte den Gruppenkommandanten des Rüstlöschfahrzeuges mit der Menschenrettung der Businsassen. Der GrpKdt des Kommandofahrzeuges bekam den Auftrag zur Errichtung der Einsatzleitung. Gleichzeitig mit den Feuerwehren wurde der Katastrophenzug des Roten Kreuzes zu einem Massenanfall von Verletzten alarmiert.
Unverzüglich begann die Mannschaft des RLF Matzen mit der Schaffung der Zugangsöffnung durch die Heckscheibe des Autobusses. Im Anschluss wurden mittels Force Gerät und Glasmaster am Dach des Busses zusätzlich Rettungsöffnungen gesägt. Zeitgleich wurde der Brandschutz aufgebaut und der Bus gegen Verrutschen gesichert.
Parralell dazu wurden die anrückenden Nachbarfeuerwehren von der Einsatzleitung ihren Einsatzabschnitten zugewiesen. Die Feuerwehr Raggendorf kümmerte sich um die Menschenrettung der beiden Insassen, des mit dem Bus kolliediertem PKWs. Die durch den Auffahrunfall verkeilten Fahrzeuge wurden der Feuerwehr Schönkirchen-Reyersdorf und Spannberg übergeben. Die Feuerwehr Angern übernahm die Menschenrettung des im Bachbett am Dach liegenden Unfallautos.
Die anrückenden Kräfte des Roten Kreuzes haben nach einer ersten Erkundung der Lage und Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr eine Sichtung der Patienten sowie eine Einteilung nach Bergewichtigkeit getroffen. Parallel dazu haben sie einen Verletzteneinschätzungsplatz eingerichtet, sowie mit der Versorgung der von der Feuerwehr übergebenen Verletzten begonnen.
Im Minutentakt wurden die Personen aus den verunfallten PKWs gerettet und den Rettungseinheiten übergeben. Nach genau 34 Minuten nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die letzte Person aus dem verunfalltem Bus gerettet.
Durch die schwierige Lage und enormen Verletzungen mußte die Eingeklemmte aus dem Unfallwrack im Bach achsengerecht durch die Beifahrertür gerettet werden.
Die Menschenrettungen wurden durch auftretende Brände in zweier Fahrzeugen erschwert. Da im Vorfeld der Brandschutz bereit gestellt wurde, konnten die Flammen im Keim erstickt werden.
Nachdem das letzte Unfallopfer gerettet und vom Roten Kreuz versorgt wurde konnte die Übung beendet werden. Im Anschluss wurde der Autobus mittels 4 Seilwinden auf die Räder gestellt und die Unfallfahrzeuge vom Übungsort entfernt. Neben dem Einsatzleiter des Roten Kreuzes wurde die hervorragende Zusammenarbeit der Einsatzkräfte bei der gemeinsamen Übungsnachbesprechung durch die Übungsbeobachter gelobt. Nach den Verbesserungsvorschlägen der Beobachter würdigte Bürgermeisterin Claudia Weber die ausgezeichnete Arbeit aller Einsatzkräfte. Für die Stärkung der erschöpften Einsatzkräfte sorgte die Feldküche des Roten Kreuzes Gänserndorf.
Neben den 5 Feuerwehren mit 10 Fahrzeugen und 65 Mann sowie den 13 Fahrzeuge mit 34 Mann des Roten Kreuzes war das Kriseninterventionsteam Gänsernsdorf anwesend. Um eine wirklichkeitsnahe Unfalldarstellung zu gewährleisten, wurden die insgesamt 45 Verletzten 3 Stunden vom Realistikteam in Kleinstarbeit vorbereitet.

Die Vorbereitungen

August 2012, die Idee einer Busübung wurde während einer Sitzung aufgeworfen. Umgehend begann das Ausbildungsteam unter Leitung von LM Klemens Widhalm mit den ersten Anfragen an die umliegenden Busunternehmen. Rund einen Monat später konnte ein Bus der Wiener Linien organisiert werden und die Planung der Abholung in Absprache mit dem Bezirksfeuerwehrverband und den Behörden in Niederösterreich und Wien begann.
27. Oktober 2012, Abholung des Gelenksbusses aus Simmering. Der Bus wurde vom Rüstlöschfahrzeug Matzen mittels Schleppstange, abgesichert von Kommandofahrzeug Matzen und Kommandofahrzeug Angern abgeholt und auf den Überwinterungsplatz in Angern an der March verbracht.
Frühjahr 2013, in unzähligen Telefonaten, Mails und Sitzungen mit Rotem Kreuz, Realistikteam, Entsorgungsfirmen, Bezirkshauptmannschaft, Presse- und Filmteams und den umliegenden Feuerwehren ging die Planung in die Endphase.
20. April 2013 Vormittag, mittels 4 Rüstlöschfahrzeugen wurde der Linienbus auf die Seite gekippt und die Unfallfahrzeuge positioniert und vom Gemeindebagger präpariert. Gleichzeitig verausgabte sich das Realistikteam des Roten Kreuzes mit den Übungsdarstellern. Im Anschluss wurden die Unfallopfer in den Wracks positioniert und die beteiligten Feuerwehren warteten auf die Alarmierung.

Ein besonderer Dank gilt den Gemeindevertretern für die Bereitstellung des Veranstaltungssaals und für die Übungsbeobachtung, dem Bauhof Matzen, den Wiener Linien für die Bereitstellung des Busses, der Entsorgungsfirmen für die Versorgung mit Fahrzeugen, den Übungsbeobachtern, den Übungsdarstellern und dem Realistikteam, der Bezirksstelle Gänserndorf des Roten Kreuzes, der Feuerwehr Gänserndorf für die Bereitstellung der Drehleiter, Josef Letschka und Gerald Naber für die Fotos und Videos, der NÖN für die positive Berichterstattung und den beteiligten Feuerwehren.

Ein herzliches Dankeschön an das Ausbildungsteam der Feuerwehr Matzen für die Ausarbeitung und Vorbereitung der realitätsnahen Übung.

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